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Tiergarten der Stadt Nürnberg mit Delphinlagune zufrieden

Der Tiergarten der Stadt Nürnberg ist mit der Entwicklung der Delphinlagune und des Manatihauses sehr zufrieden. Die am 30. Juli 2011 eröffnete Anlage stieß bei den Besucherinnen und Besuchern...

10.02.12 15:35
Copyright: Tiergarten Nürnberg

Arten- und Naturschutz

Tiergarten Nürnberg - Fledermaus

Der Arten- und Naturschutz ist inzwischen eine der dringlichsten Aufgaben der Zoologischen Gärten weltweit. Dabei benötigen nicht nur exotische Tiere wie Tapire oder Elefanten unsere Hilfe, sondern auch einheimische wie Störche oder Steinböcke. Der Tiergarten leistet einen weiteren Beitrag zum Naturschutz in der Region, indem er die Vielfalt seiner Lebensräume erhält, weshalb er als Schutzgebiet der EU gemäß Vogelschutz- und Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie ausgewiesen wurde. Zusätzlich unterhält der Tiergarten eine Auffangstation für verletzte Tiere, in der u.a. Störche, Greifvögel und Fledermäuse aufgenommen, von erfahrenen Tierpflegern aufgepäppelt und schließlich wieder freigelassen werden.

Zuflucht für aussterbende Tiere

Tiergarten Nürnberg - Wisent
Wisent

Für viele vom Aussterben bedrohte Tiere sind Zoologische Gärten zur letzten Zuflucht geworden. Tiere wie Wisente, Urwildpferde oder Oryxantilopen gäbe es heute nicht mehr, wenn Zoologische Gärten sich nicht um ihren Erhalt bemüht hätten. Wisente, Arabische Oryxantilopen sind bereits wieder erfolgreich in der Natur angesiedelt worden und auch das Projekt für Urwildpferde verläuft bisher erfolgreich. Diese und andere Tierarten konnten nur in der geschützten Ersatzheimat Zoo überleben, wo ihr Bestand mit ausgefeilten Zuchtprogrammen gesichert wurde.

Europäische Erhaltungszuchtprogramme

Tiergarten Nürnberg - Schabrackentapir
Schabrackentapir

Der Tiergarten beteiligt sich bei mehr als 30 Arten an Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen (EEP) und koordiniert die EEP´s für Seekühe, Weißnackenkraniche und Schabrackentapire. Geeignete Lebensbedingungen für Wildtiere in Zoos zu schaffen, ist eine schwierige Aufgabe. Gut strukturierte Gehege, optimal ausgewogene Ernährung und eine tiermedizinische Versorgung gehören dazu. Unter solchen Voraussetzungen können die Tiere ihr natürliches Verhalten weitgehend beibehalten, was für eine spätere Auswilderung und das Leben in der Natur lebensnotwendig ist. In den letzten Jahren hat sich der Tiergarten aktiv an Wiederansiedelungsprojekten von Urwildpferden in der Mongolei, von Luchsen in Polen, Steinböcken und Bartgeiern in den Alpen sowie von Uralkäuzen im Nationalpark Bayerischer Wald beteiligt.

yaqu pacha

Tiergarten Nürnberg - Seekuh
Seekuh

Der Tiergarten Nürnberg unterstützt ebenso Organisationen, die für den Schutz bedrohter Tierarten eintreten. Ein Beispiel ist yaqu pacha, eine Gesellschaft, die 1992 im Tiergarten Nürnberg mit dem Ziel gegründet wurde, die wasserlebenden Säugetiere Südamerikas zu schützen und ihre Lebensräume zu erhalten.

Seit 2001 ist der Tiergarten Nürnberg auch Partnerzoo der Stiftung Artenschutz, die sich in Abstimmung mit der IUCN weltweit um Projekte zum Schutz hochbedrohter Arten im Freiland annimmt.